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		<title><![CDATA[Tal der weisen Narren - Fremdgeschriebenes]]></title>
		<link>https://forum.alter-weg.de/</link>
		<description><![CDATA[Tal der weisen Narren - https://forum.alter-weg.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 21:03:12 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Versöhnung]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-7581.html</link>
			<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 12:58:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=18">Inara</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><br />
<span style="color: #B10DC9;" class="mycode_color">"Eine Versöhnung ist keine, die das Herz nicht ganz befreit. Ein Tropfen Haß, der in dem Freudenbecher zurückbleibt, macht den Segenstrank zum Gifte."</span><br />
</span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #CF2BE7;" class="mycode_color">Quelle: Schiller, Die Jungfrau von Orleans., 1801. 3. Akt, 4. Auftritt, Johanna"</span></span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><br />
<span style="color: #B10DC9;" class="mycode_color">"Eine Versöhnung ist keine, die das Herz nicht ganz befreit. Ein Tropfen Haß, der in dem Freudenbecher zurückbleibt, macht den Segenstrank zum Gifte."</span><br />
</span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #CF2BE7;" class="mycode_color">Quelle: Schiller, Die Jungfrau von Orleans., 1801. 3. Akt, 4. Auftritt, Johanna"</span></span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Alle Vögel sind schon da]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-7167.html</link>
			<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 08:45:07 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-7167.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="color: #C14700;" class="mycode_color">Hoffmann von Fallersleben:</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Ihn kümmerte keine Majestät</span></span><br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=25050" target="_blank" title="">__hvf.jpg</a> (Größe: 808,89 KB / Downloads: 167)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-size: smaller">Ein '48er Märzrevolutionär: Heinrich Hoffmann von Fallersleben</span><br />
<br />
Als Autor des Deutschlandliedes ist er der bekannteste Dichter der Märzrevolution: Ein neues Buch über August Heinrich Hoffmann von Fallersleben rückt nun sein liberales Erbe in den Vordergrund.<br />
Jörg Koch ist promovierter Historiker und Oberstudienrat in Rheinland-Pfalz. Sein Buch beschäftigt sich mit dem Leben eines Dichters, dessen Lieder und Gedichte vor allem Kindern und deren Eltern schon lange vertraut sind, beispielsweise: „Alle Vögel sind schon da“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Ein Männlein steht im Walde“, „Winter ade“. Vermutlich wissen selbst die Eltern meist nicht, von wem die Texte stammen, nämlich dem Mann, der auch das Deutschlandlied geschaffen hat. <br />
<br />
Hoffmann wurde 1798 in Fallersleben geboren, das heute ein Ortsteil von Wolfsburg geworden ist. Er wurde 1874 in Corvey an der Weser beigesetzt. Wer gleichzeitig eine große Zahl von harmlosen Kinderliedern und einen Text wie das Deutschlandlied gestaltet hat, muß ein vielseitiger und interessanter Mensch sein.<br />
<br />
In seinem Leben war Hoffmann Bibliothekar, Schriftsteller und Universitätsprofessor in Breslau. Er ist einer der Begründer der Germanistik. Ein Teil seiner frühen Forschungen beschäftigte sich mit den Niederlanden und Belgien, wofür er dort auch geehrt wurde. Er ist innerhalb Mitteleuropas viel gereist und mit vielen Persönlichkeiten aus dem Kulturleben bekannt gewesen: Dichtern und Professoren, Komponisten und Musikern, auch Malern. In Schwierigkeiten brachten Hoffmann seine „Unpolitischen Lieder“, die den Obrigkeitsstaat und den Adel verhöhnten und seine Entlassung als Professor provozierten.<br />
<br />
Hoffmanns Reaktion darauf ist Teil eines Gedichts: „Die Unpolitischen Lieder mehr zu verbreiten: Hat man sie verboten zu rechten Zeiten.“ An anderer Stelle, in den Deutschen Gassenliedern heißt es: „Mich kümmert kein Staatsminister und keine Majestät, kein Bursch und kein Philister noch Universität“ und am Ende: „Der Professor ist begraben, ein freier Mann enstand – was will ich weiter noch haben? Hoch lebe das Vaterland.“ Hoffmann wurde 39mal aus politischen Gründen aus der Stadt oder dem Land verwiesen. An der Märzrevolution 1848 nahm er jedoch nicht aktiv teil. <br />
<br />
Buch: <br />
Jörg Koch <br />
Die Gedanken sind frei<br />
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="color: #C14700;" class="mycode_color">Hoffmann von Fallersleben:</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Ihn kümmerte keine Majestät</span></span><br />
<br />
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<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=25050" target="_blank" title="">__hvf.jpg</a> (Größe: 808,89 KB / Downloads: 167)
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<span style="font-size: smaller">Ein '48er Märzrevolutionär: Heinrich Hoffmann von Fallersleben</span><br />
<br />
Als Autor des Deutschlandliedes ist er der bekannteste Dichter der Märzrevolution: Ein neues Buch über August Heinrich Hoffmann von Fallersleben rückt nun sein liberales Erbe in den Vordergrund.<br />
Jörg Koch ist promovierter Historiker und Oberstudienrat in Rheinland-Pfalz. Sein Buch beschäftigt sich mit dem Leben eines Dichters, dessen Lieder und Gedichte vor allem Kindern und deren Eltern schon lange vertraut sind, beispielsweise: „Alle Vögel sind schon da“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Ein Männlein steht im Walde“, „Winter ade“. Vermutlich wissen selbst die Eltern meist nicht, von wem die Texte stammen, nämlich dem Mann, der auch das Deutschlandlied geschaffen hat. <br />
<br />
Hoffmann wurde 1798 in Fallersleben geboren, das heute ein Ortsteil von Wolfsburg geworden ist. Er wurde 1874 in Corvey an der Weser beigesetzt. Wer gleichzeitig eine große Zahl von harmlosen Kinderliedern und einen Text wie das Deutschlandlied gestaltet hat, muß ein vielseitiger und interessanter Mensch sein.<br />
<br />
In seinem Leben war Hoffmann Bibliothekar, Schriftsteller und Universitätsprofessor in Breslau. Er ist einer der Begründer der Germanistik. Ein Teil seiner frühen Forschungen beschäftigte sich mit den Niederlanden und Belgien, wofür er dort auch geehrt wurde. Er ist innerhalb Mitteleuropas viel gereist und mit vielen Persönlichkeiten aus dem Kulturleben bekannt gewesen: Dichtern und Professoren, Komponisten und Musikern, auch Malern. In Schwierigkeiten brachten Hoffmann seine „Unpolitischen Lieder“, die den Obrigkeitsstaat und den Adel verhöhnten und seine Entlassung als Professor provozierten.<br />
<br />
Hoffmanns Reaktion darauf ist Teil eines Gedichts: „Die Unpolitischen Lieder mehr zu verbreiten: Hat man sie verboten zu rechten Zeiten.“ An anderer Stelle, in den Deutschen Gassenliedern heißt es: „Mich kümmert kein Staatsminister und keine Majestät, kein Bursch und kein Philister noch Universität“ und am Ende: „Der Professor ist begraben, ein freier Mann enstand – was will ich weiter noch haben? Hoch lebe das Vaterland.“ Hoffmann wurde 39mal aus politischen Gründen aus der Stadt oder dem Land verwiesen. An der Märzrevolution 1848 nahm er jedoch nicht aktiv teil. <br />
<br />
Buch: <br />
Jörg Koch <br />
Die Gedanken sind frei<br />
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Fabel vom Skorpion]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-6831.html</link>
			<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 07:50:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=6">Hælvard</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-6831.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Fabel vom Skorpion</span></span><br />
<br />
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<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=21294" target="_blank" title="">frosch.jpg</a> (Größe: 260,08 KB / Downloads: 184)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Ein Skorpion trifft am Ufer eines Flusses einen Frosch.<br />
<br />
„Lieber Frosch, nimmst du mich mit auf deinem Rücken ans andere Ufer?“, fragt der Skorpion.<br />
<br />
„Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn wir auf dem Wasser sind, dann stichst du mich und dann sterbe ich“, antwortet der Frosch.<br />
<br />
„Nein, wenn ich dich steche, dann gehe ich doch mit unter und wir sterben beide“, sagt der Skorpion.<br />
<br />
„Das leuchtet mir ein. Steig auf meinen Rücken“, sagt der Frosch.<br />
<br />
In der Mitte des Flusses angekommen, verspürt der Frosch einen stechenden Schmerz. „Jetzt hast du mich doch gestochen. Jetzt sterben wir beide“, sagte der Frosch bereits im Untergehen.<br />
<br />
„Ich weiß, antwortete der Skorpion. Es tut mir leid, aber ich bin ein Skorpion, und kann nicht anders als zu stechen.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Fabel vom Skorpion</span></span><br />
<br />
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<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<br />
Ein Skorpion trifft am Ufer eines Flusses einen Frosch.<br />
<br />
„Lieber Frosch, nimmst du mich mit auf deinem Rücken ans andere Ufer?“, fragt der Skorpion.<br />
<br />
„Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn wir auf dem Wasser sind, dann stichst du mich und dann sterbe ich“, antwortet der Frosch.<br />
<br />
„Nein, wenn ich dich steche, dann gehe ich doch mit unter und wir sterben beide“, sagt der Skorpion.<br />
<br />
„Das leuchtet mir ein. Steig auf meinen Rücken“, sagt der Frosch.<br />
<br />
In der Mitte des Flusses angekommen, verspürt der Frosch einen stechenden Schmerz. „Jetzt hast du mich doch gestochen. Jetzt sterben wir beide“, sagte der Frosch bereits im Untergehen.<br />
<br />
„Ich weiß, antwortete der Skorpion. Es tut mir leid, aber ich bin ein Skorpion, und kann nicht anders als zu stechen.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Walküre]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-6568.html</link>
			<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 05:48:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=6">Hælvard</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-6568.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Walküre</span><br />
<br />
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<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=18493" target="_blank" title="">walkuere.jpg</a> (Größe: 180,38 KB / Downloads: 234)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Ich hasse deiner lieben Lippen Rot<br />
Und deines Herzens siegesfrohes Schlagen;<br />
Mein Schild will meinen Liebling sich versagen:<br />
Ich, die Walküre, werbe dir den Tod!<br />
<br />
Mich scheidet Wodan's ewiges Gebot<br />
Von Gattenliebesglück und Friedenstagen;<br />
Nur todeswund darf ich im Arm dich tragen<br />
Von Schwerterklang und Lanzenwurf umdroht.<br />
<br />
O zürne nicht, daß ich mir dich erfleht!<br />
Sieh, während sacht mein Flügel dich umweht,<br />
Wenn wir in Wolken nach Walhalla schweben,<br />
<br />
Und meine Sehnsucht in dir untergeht,<br />
Soll meiner Küsse Hauch dir wiedergeben<br />
Die Süßigkeit von hunderttausend Leben.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ricarda Huch</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Walküre</span><br />
<br />
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<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<br />
Ich hasse deiner lieben Lippen Rot<br />
Und deines Herzens siegesfrohes Schlagen;<br />
Mein Schild will meinen Liebling sich versagen:<br />
Ich, die Walküre, werbe dir den Tod!<br />
<br />
Mich scheidet Wodan's ewiges Gebot<br />
Von Gattenliebesglück und Friedenstagen;<br />
Nur todeswund darf ich im Arm dich tragen<br />
Von Schwerterklang und Lanzenwurf umdroht.<br />
<br />
O zürne nicht, daß ich mir dich erfleht!<br />
Sieh, während sacht mein Flügel dich umweht,<br />
Wenn wir in Wolken nach Walhalla schweben,<br />
<br />
Und meine Sehnsucht in dir untergeht,<br />
Soll meiner Küsse Hauch dir wiedergeben<br />
Die Süßigkeit von hunderttausend Leben.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ricarda Huch</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wilzen, Nordmark, Havelland und Spreewanen – meine Heimat]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-6425.html</link>
			<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 11:43:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-6425.html</guid>
			<description><![CDATA[Das kleine Dorf Ribbeck liegt etwa 20 Minuten von hier. Schon oft stand oder saß ich dort im Schloß, und die Geschichte vom Birnbaum, die ist mir seit Kindertagen geläufig. Theodor Fontane hat sie für uns aufgeschrieben.  <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr von Ribbeck</span><br />
<br />
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland<br />
Ein Birnbaum in seinem Garten stand<br />
Und kam die goldene Herbsteszeit<br />
Und die Birnen leuchteten weit und breit<br />
Da stopfte wenns Mittag vom Turme scholl<br />
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.<br />
<br />
Und kam in Pantinen ein Junge daher<br />
So rief er Junge wiste ne Beer<br />
Und kam ein Mädel so rief er lütt Dirn<br />
Kumm man röwer ick hebb ne Birn<br />
So ging es viel Jahre bis lobesam<br />
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.<br />
<br />
Er fühlte sein Ende es war Herbsteszeit<br />
Wieder lachten die Birnen weit und breit<br />
Da sagte von Ribbeck ich scheide nun ab<br />
Legt mir eine Birne mit ins Grab<br />
Und drei Tage drauf aus dem Doppeldachhaus<br />
Trugen von Ribbeck sie hinaus.<br />
<br />
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht<br />
sangen von des Helden Zuversicht<br />
Und die Kinder klagten das Herze schwer<br />
He is dod nu wer giwt uns nu ne Beer<br />
So klagten die Kinder das war nicht recht<br />
Ach sie kannten den alten Ribbeck schlecht.<br />
<br />
Der neue freilich der knausert und spart<br />
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt<br />
Aber der alte vorahnend schon<br />
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn<br />
Der wusste genau was damals er tat<br />
Als um eine Birn ins Grab er bat.<br />
<br />
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus<br />
Ein Birnbaumsprößling sprosst heraus<br />
Und die Jahre gingen wohl auf und ab<br />
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab<br />
Und in der goldenen Herbsteszeit<br />
Leuchtets wieder weit und breit.<br />
<br />
Und kommt ein Jung übern Friedhof her<br />
So flüsterts im Baume wiste ne Beer<br />
Und kommt ein Mädel so flüsterts lütt Dirn<br />
Kumm man röwer ick gew di ne Birn<br />
So spendet Segen noch immer die Hand<br />
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.<br />
<br />
Theodor Fontane (1819 – 1898)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das kleine Dorf Ribbeck liegt etwa 20 Minuten von hier. Schon oft stand oder saß ich dort im Schloß, und die Geschichte vom Birnbaum, die ist mir seit Kindertagen geläufig. Theodor Fontane hat sie für uns aufgeschrieben.  <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr von Ribbeck</span><br />
<br />
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland<br />
Ein Birnbaum in seinem Garten stand<br />
Und kam die goldene Herbsteszeit<br />
Und die Birnen leuchteten weit und breit<br />
Da stopfte wenns Mittag vom Turme scholl<br />
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.<br />
<br />
Und kam in Pantinen ein Junge daher<br />
So rief er Junge wiste ne Beer<br />
Und kam ein Mädel so rief er lütt Dirn<br />
Kumm man röwer ick hebb ne Birn<br />
So ging es viel Jahre bis lobesam<br />
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.<br />
<br />
Er fühlte sein Ende es war Herbsteszeit<br />
Wieder lachten die Birnen weit und breit<br />
Da sagte von Ribbeck ich scheide nun ab<br />
Legt mir eine Birne mit ins Grab<br />
Und drei Tage drauf aus dem Doppeldachhaus<br />
Trugen von Ribbeck sie hinaus.<br />
<br />
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht<br />
sangen von des Helden Zuversicht<br />
Und die Kinder klagten das Herze schwer<br />
He is dod nu wer giwt uns nu ne Beer<br />
So klagten die Kinder das war nicht recht<br />
Ach sie kannten den alten Ribbeck schlecht.<br />
<br />
Der neue freilich der knausert und spart<br />
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt<br />
Aber der alte vorahnend schon<br />
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn<br />
Der wusste genau was damals er tat<br />
Als um eine Birn ins Grab er bat.<br />
<br />
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus<br />
Ein Birnbaumsprößling sprosst heraus<br />
Und die Jahre gingen wohl auf und ab<br />
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab<br />
Und in der goldenen Herbsteszeit<br />
Leuchtets wieder weit und breit.<br />
<br />
Und kommt ein Jung übern Friedhof her<br />
So flüsterts im Baume wiste ne Beer<br />
Und kommt ein Mädel so flüsterts lütt Dirn<br />
Kumm man röwer ick gew di ne Birn<br />
So spendet Segen noch immer die Hand<br />
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.<br />
<br />
Theodor Fontane (1819 – 1898)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Adler – fliegt allein!]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-6056.html</link>
			<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 23:46:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-6056.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: small">Zum 9. November:</span><br />
<br />
Als ICH geboren wurde, wurde die Saat gelegt: <br />
Ich werde niemals gehorchen, mein Leben gehört nur mir!<br />
Ich bekämpfe diejenigen, die mich versklaven wollen!<br />
Ich entlarve diese Lügen, die mich WÜTEND machen!<br />
<br />
Ich glaube nicht an euren Himmel, ich glaube an keine Hölle!<br />
Niemals schließe ICH mich der Herde an, denn leider kann ich mich nicht gut an euch anpassen!<br />
Sklave und Herr zu spielen, ist NICHTS für mich:<br />
Ich habe meinen eigenen Weg gewählt und BEFREIE mich selbst!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Adler – fliegt allein!</span><br />
<br />
Ich lehne das System ab, welches mir die Norm diktiert!<br />
Diese Welt ist voller Lügen und Betrug!<br />
Ich habe den Verrat gespürt, der sich so tief eingeschnitten hat!<br />
Niederlagen gibt es nur, um wieder aufzustehen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Adler – fliegt allein!</span><br />
<br />
<br />
<iframe src="" data-realsrc="https://www.youtube-nocookie.com/embed/AI-W0Aih_eY" data-platform="YouTube" data-privacy="https://policies.google.com/privacy" data-thumb="https://i.ytimg.com/vi/AI-W0Aih_eY/hqdefault.jpg" width="640" height="360" class="dsgvo-lazy-iframe" allowfullscreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small">Zum 9. November:</span><br />
<br />
Als ICH geboren wurde, wurde die Saat gelegt: <br />
Ich werde niemals gehorchen, mein Leben gehört nur mir!<br />
Ich bekämpfe diejenigen, die mich versklaven wollen!<br />
Ich entlarve diese Lügen, die mich WÜTEND machen!<br />
<br />
Ich glaube nicht an euren Himmel, ich glaube an keine Hölle!<br />
Niemals schließe ICH mich der Herde an, denn leider kann ich mich nicht gut an euch anpassen!<br />
Sklave und Herr zu spielen, ist NICHTS für mich:<br />
Ich habe meinen eigenen Weg gewählt und BEFREIE mich selbst!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Adler – fliegt allein!</span><br />
<br />
Ich lehne das System ab, welches mir die Norm diktiert!<br />
Diese Welt ist voller Lügen und Betrug!<br />
Ich habe den Verrat gespürt, der sich so tief eingeschnitten hat!<br />
Niederlagen gibt es nur, um wieder aufzustehen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<br />
Ich, gehe meinen eigenen Weg!<br />
Ich, schwimme gegen den Strom!<br />
Und immer werde ICH EURE Macht bekämpfen!<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Adler – fliegt allein!</span><br />
<br />
<br />
<iframe src="" data-realsrc="https://www.youtube-nocookie.com/embed/AI-W0Aih_eY" data-platform="YouTube" data-privacy="https://policies.google.com/privacy" data-thumb="https://i.ytimg.com/vi/AI-W0Aih_eY/hqdefault.jpg" width="640" height="360" class="dsgvo-lazy-iframe" allowfullscreen></iframe>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lesenswerte Kinder- und Jugendbücher]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5896.html</link>
			<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 12:03:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=111">Cnejna</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5896.html</guid>
			<description><![CDATA[Wer eine kleine Leseratte zu Hause hat, braucht ständig neuen Lesestoff. Hier in diesem Thema können Kinder- und Jugendbücher vorgestellt werden, die wir als lesenswert erachten. Das können Bücher sein, die in unsere Richtung weisen oder auch Bücher, die besonders lehrreich sind. Manchmal reicht sogar schon ein Hinweis auf eine Bücherreihe, die "in Ordnung" ist. <img src="https://forum.alter-weg.de/images/smilies/smile.gif" alt="Lächeln" title="Lächeln" class="smilie smilie_1" /><br />
<br />
Ich möchte anfangen mit dem Buch: "Faun, ein Anderswelt-Märchen". Dieses Buch war ein kleiner Glücksgriff. Nachdem unsere Tochter das Buch gelesen hat, meinte sie, sie will es unbedingt loswerden, weil es traurig war. Um nachzuschauen, was sie meint, habe ich es selbst gelesen. Aus der Sicht eines Erwachsenen ist die Geschichte im Großen und Ganzen interessant geschrieben. Kinder brauchen vielleicht hier und da eine Erklärung. <br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=10697" target="_blank" title="">511hTbzkyZL.jpg</a> (Größe: 35,02 KB / Downloads: 348)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --></div>
<br />
Alter geschätzt: ab 9 Jahren<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Inhaltsangabe mit Zitaten:</span><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Könntest du mit den Augen eines uralten Baumes sehen, dann wäre diese Geschichte gerade gestern erst geschehen. Doch ein Menschenleben ist kurz und schnell wie das Aufflackern einer Sternschnuppe am schwarzen Nachthimmel, und so muss ich wohl behaupten, dass diese Geschichte sich vor langer, langer Zeit zugetragen hat.<br />
</span><br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Wie viele Geschichten beginnt sie mit sehr, sehr kleinen Dingen. Dingen, so unwichtig und alltäglich, dass wir sie oft gar nicht mehr als etwas Besonderes wahrnehmen. Wie eine einzelne Eichel.</span><br />
<br />
Es wird eine Zeit beschrieben, in der die Menschen noch Achtung vor den Geistern der Natur hatten und Mutter Erde achteten. Aus der beschriebenen Eichel wächst ein Baum heran. Eines Tages besucht ein Priester den Baum und singt ihm ein Lied. Von da an kommt er jeden Tag und bringt irgendwann auch andere Menschen mit. Sie verehren den Baum, dessen innewohnender Baumgeist dadurch zu einem Hüter des Waldes/Faun/einer Gottheit namens Hylus heranwächst. <br />
<br />
Eines Tages besucht der alte Priester wieder den Baum und spricht:<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Ich bin alt, schwach und krank. Ich spüre, wie der Atem, den die Götter mir gegeben haben, mich verlässt. Die Alten fordern ihr Geschenk des Lebens wieder ein. [...] Möge meine Seele in deinen Stamm eingehen."</span><br />
Hylus weiß, dass das nicht möglich ist, doch er lässt den Alten gewähren und schickt ihm durch das Rauschen seiner Blätter einen letzten Freundesgruß.<br />
<br />
Der Faun Hylus lernt nun auch die restlichen Naturgeister des Waldes kennen, wie zum Beispiel eine Flussnymphe. Eines Tages lernt er den König des Waldes kennen. <br />
<br />
Dieser fragt ihn:<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Hast du jemals einen Jäger dafür bestraft, wenn er das Wild nicht geehrt hat?"<br />
- Nein<br />
"Hast du jemals seine Beine mit Ranken umschlossen, wenn er unvorsichtig war und seinen Weg nicht kannte?<br />
- Nein<br />
"... oder ihn schutzlos der unerbittlichen Kälte des Winters ausgesetzt?"<br />
- Nein<br />
"Was, wenn deine Menschen sich zu sehr auf dich verlassen? Wenn sie sorglos werden und ihren eigenen Verstand und die Gesetze des Waldes vergessen, ja, die Gesetze der gesamten Natur, nach denen alles, was wächst, auch wieder vergeht, in der die Blüte neben dem Dorn wächst?"<br />
</span><br />
Und so lehrt ihn der König des Waldes ein guter Waldgott zu sein und auch die dunkle Seite der Natur zu schätzen.<br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Waren ihre Gedanken rein und voller Ehrfurcht, so  bereitete er ihnen einen sicheren Pfad und belohnte sie mit reicher Beute. Doch wehe, sie achteten das Leben nicht. Dann riss er ihnen mit Dornen die Haut auf und ließ sie den Weg verlieren und nach stundenlangem Irren ohne Beute nach Hause zurückkehren. Hin und wieder wurde einer von ihnen von einem wilden Tier gerissen. Hylus ließ es geschehen, denn es war Teil der Abmachung zwischen Mensch und Natur.</span><br />
<br />
Eines Wintertages führt ihn der König des Waldes zur Quelle der Flussnymphe. Hier soll er die Nacht verbringen und sich seiner Aufgabe gewahr werden. <br />
So hört er auf einmal seltsame Klänge, und als er ihnen folgt gelangt er in ein Birkenwäldchen. Hier wird er Zeuge einer Einweihungszeremonie. Eine Gruppe weiß gekleideter Priesterinnen hält an einem See an. Eine junge Frau wird zur Priesterin geweiht, indem sie in den See eintaucht. Dabei wird die alte Göttin angerufen.<br />
<br />
Hylus verliebt sich in die Priesterin und sucht ihr Dorf immer wieder auf, bis er eines Tages im Wald vor ihr Gestalt annimmt. Doch als er sich bewusst wird, dass seine Aufgabe es nicht erlaubt einen Menschen zu bevorzugen, flüchtet er. <br />
Die Priesterin rennt inmitten eines Sturms in ihr Dorf zurück. Dort herrscht ein großer Aufruhr. Das Dorf wird von Fremden gestürmt, Fremde mit dem Zeichen eines neuen Gottes, die gekommen sind, um die Anhänger des alten Wegs auszulöschen. <br />
<br />
Der König des Waldes erscheint Hylus und zeigt ihm im Geiste die Bilder der Geschehnisse. Hylus möchte den Menschen helfen, doch der König des Waldes spricht: <br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Der Schleier zwischen den Welten wird dichter, und bald wird er uns ganz voneinander entfernt haben. Schon jetzt haben sich viele der Menschen von uns abgewandt und aufgehört, die Große Mutter und ihre Geister zu ehren. Eine andere Zeit bricht an."</span><br />
<br />
Ein Kampf zwischen den beiden bringt Hylus als Sieger hervor. Er ist der neue König des Waldes. Er spürt, wie das Wissen seine Brust und seinen Geist erfüllt und alte Erinnerungen und Bilder weichen. <br />
<br />
Nun macht er sich auf in das Dorf, gerade noch rechtzeitig, um sich zwischen einen Priester der neuen Religion und die junge Priesterin der alten Religion zu stellen. Die Priesterin flüchtet in den Wald und findet instinktiv die Eiche von Hylus, der ihr gefolgt ist. Doch auch der Pfaffe eilt in den Wald.<br />
Die Priesterin bindet nun mit dem Faden einer Spindel zwei Äste zum Zeichen des neuen Gottes zusammen und spricht: <span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Ich binde dich an diesen Wald. Mögest du niemals den Weg hinaus finden."</span><br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Eine geschundene, erbärmliche Gestalt wankte an das andere Ufer des Baches. Es war der fremde Verfolger [...] Seine wild umherirrenden Augen und das verzweifelte Röcheln, das aus seiner Kehle drang, zeugten von den Qualen, die er durchlitten haben musste. Feine rote Striemen, Schürfwunden und Dreck überzogen jede freigelegte Hautstelle. Winselnd wie ein Kind brach der hagere Mann am kühlen Wasser zusammen, das seine Schmerzen nicht zu lindern vermochte.<br />
"So hat dir dein G*tt also nicht geholfen, was, alter Mann?" sprach Hylus mit ruhiger Stimme und der Mann fuhr zusammen. Erst jetzt entdeckte er die gehörnte Gestalt und die der Priesterin im Halbschatten der Baumöffnung. "Hier bist du in meinem Reich, und es sieht nicht so aus, als ob du es lebend verlassen wirst."</span><br />
<br />
Da taucht aus schwarzem Nebel eine Gestalt auf: Die Göttin Hel. Doch sie kommt nicht, um den Priester zu holen (<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"sein G*tt wird für ihn sorgen"</span>), sondern um dem Faun nach seinem eigenen Wunsch hin seine Gestalt zu nehmen.<br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Die Göttin breitete ihre knochigen Arme aus, und der Faun tauchte in ihre Finsternis ein.</span><br />
So erwacht der Faun als Mensch und lebt fortan als solcher weiter.</blockquote>
<br />
<br />
Ein Faun, der sich in einen Menschen verliebt und am Schluss selbst einer wird - das ist etwas Befremdliches und passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte. Auch das Fleischessen der Anhänger des Alten Weges dürfte fehlen oder der Begriff "Seele". Dass die Priesterin ein Kreuz aus Ästen bildet, um den Pfaffen zu verfluchen - finde ich auch nicht gut gewählt.<br />
<br />
Doch letztendlich ist die Geschichte sehr schön geschrieben. Was unsere Tochter gestört hat war der Kampf zwischen dem König des Waldes und dem Faun Hylus. Doch diese Szene verbuche ich unter der Symbolik des Wechsels zwischen dem Sommerkönig und dem Winterkönig. So kann man es zumindest einem Kind gut erklären.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wer eine kleine Leseratte zu Hause hat, braucht ständig neuen Lesestoff. Hier in diesem Thema können Kinder- und Jugendbücher vorgestellt werden, die wir als lesenswert erachten. Das können Bücher sein, die in unsere Richtung weisen oder auch Bücher, die besonders lehrreich sind. Manchmal reicht sogar schon ein Hinweis auf eine Bücherreihe, die "in Ordnung" ist. <img src="https://forum.alter-weg.de/images/smilies/smile.gif" alt="Lächeln" title="Lächeln" class="smilie smilie_1" /><br />
<br />
Ich möchte anfangen mit dem Buch: "Faun, ein Anderswelt-Märchen". Dieses Buch war ein kleiner Glücksgriff. Nachdem unsere Tochter das Buch gelesen hat, meinte sie, sie will es unbedingt loswerden, weil es traurig war. Um nachzuschauen, was sie meint, habe ich es selbst gelesen. Aus der Sicht eines Erwachsenen ist die Geschichte im Großen und Ganzen interessant geschrieben. Kinder brauchen vielleicht hier und da eine Erklärung. <br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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Alter geschätzt: ab 9 Jahren<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Inhaltsangabe mit Zitaten:</span><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Könntest du mit den Augen eines uralten Baumes sehen, dann wäre diese Geschichte gerade gestern erst geschehen. Doch ein Menschenleben ist kurz und schnell wie das Aufflackern einer Sternschnuppe am schwarzen Nachthimmel, und so muss ich wohl behaupten, dass diese Geschichte sich vor langer, langer Zeit zugetragen hat.<br />
</span><br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Wie viele Geschichten beginnt sie mit sehr, sehr kleinen Dingen. Dingen, so unwichtig und alltäglich, dass wir sie oft gar nicht mehr als etwas Besonderes wahrnehmen. Wie eine einzelne Eichel.</span><br />
<br />
Es wird eine Zeit beschrieben, in der die Menschen noch Achtung vor den Geistern der Natur hatten und Mutter Erde achteten. Aus der beschriebenen Eichel wächst ein Baum heran. Eines Tages besucht ein Priester den Baum und singt ihm ein Lied. Von da an kommt er jeden Tag und bringt irgendwann auch andere Menschen mit. Sie verehren den Baum, dessen innewohnender Baumgeist dadurch zu einem Hüter des Waldes/Faun/einer Gottheit namens Hylus heranwächst. <br />
<br />
Eines Tages besucht der alte Priester wieder den Baum und spricht:<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Ich bin alt, schwach und krank. Ich spüre, wie der Atem, den die Götter mir gegeben haben, mich verlässt. Die Alten fordern ihr Geschenk des Lebens wieder ein. [...] Möge meine Seele in deinen Stamm eingehen."</span><br />
Hylus weiß, dass das nicht möglich ist, doch er lässt den Alten gewähren und schickt ihm durch das Rauschen seiner Blätter einen letzten Freundesgruß.<br />
<br />
Der Faun Hylus lernt nun auch die restlichen Naturgeister des Waldes kennen, wie zum Beispiel eine Flussnymphe. Eines Tages lernt er den König des Waldes kennen. <br />
<br />
Dieser fragt ihn:<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Hast du jemals einen Jäger dafür bestraft, wenn er das Wild nicht geehrt hat?"<br />
- Nein<br />
"Hast du jemals seine Beine mit Ranken umschlossen, wenn er unvorsichtig war und seinen Weg nicht kannte?<br />
- Nein<br />
"... oder ihn schutzlos der unerbittlichen Kälte des Winters ausgesetzt?"<br />
- Nein<br />
"Was, wenn deine Menschen sich zu sehr auf dich verlassen? Wenn sie sorglos werden und ihren eigenen Verstand und die Gesetze des Waldes vergessen, ja, die Gesetze der gesamten Natur, nach denen alles, was wächst, auch wieder vergeht, in der die Blüte neben dem Dorn wächst?"<br />
</span><br />
Und so lehrt ihn der König des Waldes ein guter Waldgott zu sein und auch die dunkle Seite der Natur zu schätzen.<br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Waren ihre Gedanken rein und voller Ehrfurcht, so  bereitete er ihnen einen sicheren Pfad und belohnte sie mit reicher Beute. Doch wehe, sie achteten das Leben nicht. Dann riss er ihnen mit Dornen die Haut auf und ließ sie den Weg verlieren und nach stundenlangem Irren ohne Beute nach Hause zurückkehren. Hin und wieder wurde einer von ihnen von einem wilden Tier gerissen. Hylus ließ es geschehen, denn es war Teil der Abmachung zwischen Mensch und Natur.</span><br />
<br />
Eines Wintertages führt ihn der König des Waldes zur Quelle der Flussnymphe. Hier soll er die Nacht verbringen und sich seiner Aufgabe gewahr werden. <br />
So hört er auf einmal seltsame Klänge, und als er ihnen folgt gelangt er in ein Birkenwäldchen. Hier wird er Zeuge einer Einweihungszeremonie. Eine Gruppe weiß gekleideter Priesterinnen hält an einem See an. Eine junge Frau wird zur Priesterin geweiht, indem sie in den See eintaucht. Dabei wird die alte Göttin angerufen.<br />
<br />
Hylus verliebt sich in die Priesterin und sucht ihr Dorf immer wieder auf, bis er eines Tages im Wald vor ihr Gestalt annimmt. Doch als er sich bewusst wird, dass seine Aufgabe es nicht erlaubt einen Menschen zu bevorzugen, flüchtet er. <br />
Die Priesterin rennt inmitten eines Sturms in ihr Dorf zurück. Dort herrscht ein großer Aufruhr. Das Dorf wird von Fremden gestürmt, Fremde mit dem Zeichen eines neuen Gottes, die gekommen sind, um die Anhänger des alten Wegs auszulöschen. <br />
<br />
Der König des Waldes erscheint Hylus und zeigt ihm im Geiste die Bilder der Geschehnisse. Hylus möchte den Menschen helfen, doch der König des Waldes spricht: <br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Der Schleier zwischen den Welten wird dichter, und bald wird er uns ganz voneinander entfernt haben. Schon jetzt haben sich viele der Menschen von uns abgewandt und aufgehört, die Große Mutter und ihre Geister zu ehren. Eine andere Zeit bricht an."</span><br />
<br />
Ein Kampf zwischen den beiden bringt Hylus als Sieger hervor. Er ist der neue König des Waldes. Er spürt, wie das Wissen seine Brust und seinen Geist erfüllt und alte Erinnerungen und Bilder weichen. <br />
<br />
Nun macht er sich auf in das Dorf, gerade noch rechtzeitig, um sich zwischen einen Priester der neuen Religion und die junge Priesterin der alten Religion zu stellen. Die Priesterin flüchtet in den Wald und findet instinktiv die Eiche von Hylus, der ihr gefolgt ist. Doch auch der Pfaffe eilt in den Wald.<br />
Die Priesterin bindet nun mit dem Faden einer Spindel zwei Äste zum Zeichen des neuen Gottes zusammen und spricht: <span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"Ich binde dich an diesen Wald. Mögest du niemals den Weg hinaus finden."</span><br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Eine geschundene, erbärmliche Gestalt wankte an das andere Ufer des Baches. Es war der fremde Verfolger [...] Seine wild umherirrenden Augen und das verzweifelte Röcheln, das aus seiner Kehle drang, zeugten von den Qualen, die er durchlitten haben musste. Feine rote Striemen, Schürfwunden und Dreck überzogen jede freigelegte Hautstelle. Winselnd wie ein Kind brach der hagere Mann am kühlen Wasser zusammen, das seine Schmerzen nicht zu lindern vermochte.<br />
"So hat dir dein G*tt also nicht geholfen, was, alter Mann?" sprach Hylus mit ruhiger Stimme und der Mann fuhr zusammen. Erst jetzt entdeckte er die gehörnte Gestalt und die der Priesterin im Halbschatten der Baumöffnung. "Hier bist du in meinem Reich, und es sieht nicht so aus, als ob du es lebend verlassen wirst."</span><br />
<br />
Da taucht aus schwarzem Nebel eine Gestalt auf: Die Göttin Hel. Doch sie kommt nicht, um den Priester zu holen (<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">"sein G*tt wird für ihn sorgen"</span>), sondern um dem Faun nach seinem eigenen Wunsch hin seine Gestalt zu nehmen.<br />
<br />
<span style="color: #008E02;" class="mycode_color">Die Göttin breitete ihre knochigen Arme aus, und der Faun tauchte in ihre Finsternis ein.</span><br />
So erwacht der Faun als Mensch und lebt fortan als solcher weiter.</blockquote>
<br />
<br />
Ein Faun, der sich in einen Menschen verliebt und am Schluss selbst einer wird - das ist etwas Befremdliches und passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte. Auch das Fleischessen der Anhänger des Alten Weges dürfte fehlen oder der Begriff "Seele". Dass die Priesterin ein Kreuz aus Ästen bildet, um den Pfaffen zu verfluchen - finde ich auch nicht gut gewählt.<br />
<br />
Doch letztendlich ist die Geschichte sehr schön geschrieben. Was unsere Tochter gestört hat war der Kampf zwischen dem König des Waldes und dem Faun Hylus. Doch diese Szene verbuche ich unter der Symbolik des Wechsels zwischen dem Sommerkönig und dem Winterkönig. So kann man es zumindest einem Kind gut erklären.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[See the woman]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5787.html</link>
			<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 11:13:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=679">Thorhall</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5787.html</guid>
			<description><![CDATA[She has a young face, an old face <br />
She carries herself well in all ages <br />
She survives all men has done<br />
<br />
In some tribes she is free<br />
In some religions she is under men<br />
In some societies she is worth what she consumes <br />
<br />
In some nations she is delicate strength <br />
In some states she is told she is weak <br />
In some classes she is property owned <br />
<br />
In all instances she is sister to earth <br />
In all conditions she is live bringer <br />
In all life she is our necessity <br />
<br />
See the woman eyes <br />
Flowers swaying on scattered hills<br />
Sundancing, calling in the bees <br />
<br />
See the woman heart<br />
Lavender butterflies fronting blue skies <br />
Misty rain falling in soft wild roses <br />
<br />
See the woman beauty<br />
Lightning streaking dark summer nights <br />
Forests of pines mating with new winter snow <br />
<br />
See the woman spirit<br />
Daily serving courage with laughter <br />
Her breath a dream and a prayer<br />
<br />
John Trudell]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[She has a young face, an old face <br />
She carries herself well in all ages <br />
She survives all men has done<br />
<br />
In some tribes she is free<br />
In some religions she is under men<br />
In some societies she is worth what she consumes <br />
<br />
In some nations she is delicate strength <br />
In some states she is told she is weak <br />
In some classes she is property owned <br />
<br />
In all instances she is sister to earth <br />
In all conditions she is live bringer <br />
In all life she is our necessity <br />
<br />
See the woman eyes <br />
Flowers swaying on scattered hills<br />
Sundancing, calling in the bees <br />
<br />
See the woman heart<br />
Lavender butterflies fronting blue skies <br />
Misty rain falling in soft wild roses <br />
<br />
See the woman beauty<br />
Lightning streaking dark summer nights <br />
Forests of pines mating with new winter snow <br />
<br />
See the woman spirit<br />
Daily serving courage with laughter <br />
Her breath a dream and a prayer<br />
<br />
John Trudell]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Corona]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5691.html</link>
			<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 19:12:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5691.html</guid>
			<description><![CDATA[Was immer auch geschieht, nie sollt ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Erich Kästner</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Was immer auch geschieht, nie sollt ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Erich Kästner</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Liebe]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5687.html</link>
			<pubDate>Sat, 10 Oct 2020 20:36:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=26">Slaskia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5687.html</guid>
			<description><![CDATA[Du sagst alles ist in Ordnung?<br />
Ich sage, nichts von dem funktioniert!  <br />
Oh was für ein Spiel du spielen kannst!<br />
Traurige Tage voller Verwirrung,<br />
Traurige Wege enden in Täuschung,<br />
So heißt das Spiel!<br />
<br />
<iframe src="" data-realsrc="https://www.youtube-nocookie.com/embed/LjVVnbzpz4M" data-platform="YouTube" data-privacy="https://policies.google.com/privacy" data-thumb="https://i.ytimg.com/vi/LjVVnbzpz4M/hqdefault.jpg" width="640" height="360" class="dsgvo-lazy-iframe" allowfullscreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du sagst alles ist in Ordnung?<br />
Ich sage, nichts von dem funktioniert!  <br />
Oh was für ein Spiel du spielen kannst!<br />
Traurige Tage voller Verwirrung,<br />
Traurige Wege enden in Täuschung,<br />
So heißt das Spiel!<br />
<br />
<iframe src="" data-realsrc="https://www.youtube-nocookie.com/embed/LjVVnbzpz4M" data-platform="YouTube" data-privacy="https://policies.google.com/privacy" data-thumb="https://i.ytimg.com/vi/LjVVnbzpz4M/hqdefault.jpg" width="640" height="360" class="dsgvo-lazy-iframe" allowfullscreen></iframe>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Innere Überzeugung und äußeres Schauspiel]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5679.html</link>
			<pubDate>Fri, 02 Oct 2020 09:01:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=17">Paganlord</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5679.html</guid>
			<description><![CDATA[Selbst ein Kronprinz und König kann (umgeben von einem fanatischen chr**stlichen Umfeld) seine inneren Überzeugungen nicht im Außen leben. Ludwig II. faßte diesen Widerspruch (aus innerem Sehnen und äußerer politischer Realität bis hin zu den Morddrohungen gegen ihn) in einem Gedicht zusammen. An diesen Zeilen saß Kronprinz Ludwig 6 Wochen! Und in diesem Gedicht spiegelt sich die gesamte Lebensphilosophie von Ludwig wider. Eine Woche nach Vollendung dieses Gedichts war Ludwig II. König von Bayern!<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=7888" target="_blank" title="">Kronprinz Ludwig.jpg</a> (Größe: 83,82 KB / Downloads: 417)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kronprinz Ludwig</span><br />
<br />
Auf Hohenschwangaus hehren Zinnen<br />
Stand ich, und schaute in das Land,<br />
O könntest Du es Dir gewinnen,<br />
(Dacht ich) mit starker Ritterhand,<br />
<br />
Wollt ichs behaupten und es schützen.<br />
Es winkt mir die Gelegenheit,<br />
Den Augenblick ich will ihn nützen,<br />
Jetzt nahet die willkommne Zeit.<br />
<br />
Zur Reise alle sich bereiten,<br />
Zu kehren in die Stadt zurück,<br />
Dort harren meiner nichts als Leiden,<br />
(Dacht ich), mir winkt ein andres Glück.<br />
<br />
Das Chr*stentum muss ich verachten,<br />
Ich wähle mir das Heidenthum,<br />
Nach ihm nur sollen alle trachten,<br />
Dort nur lebt Ehre noch und Ruhm.<br />
<br />
»Dem Kreuze wend' ich keck den Rücken«,<br />
»Die Heidengötter ruf ich an«,<br />
»Sie können einzig mich beglücken«,<br />
»Es fasste mich ein sel'ger Wahn«,<br />
<br />
Die Kön'gin drob begann zu trauern,<br />
Verloren glaubt sie all mein Heil;<br />
Mein Herz weiß nichts von Schmerzensschauern,<br />
Doch ihres traf ein scharfer Pfeil.<br />
<br />
Das Schloss verlassen wir zu Wagen,<br />
Und fahren nun den Berg hinab,<br />
Ich spring' vom Bocke ohne Zagen,<br />
Ein G*tt mir den Gedanken gab.<br />
<br />
Die Andern merkten nicht mein Fliehen,<br />
Schnell, schnell enteilt' ich in den Wald,<br />
Um in ein fernes Land zu ziehen,<br />
Am Fürstenwege stand ich bald. –<br />
<br />
Mein Oheim kam des Wegs gezogen,<br />
Ich lege schnell zur Seite mich,<br />
Mir stürmt es in der Brust wie Wogen,<br />
Ihr Götter, wie erbebte ich! –<br />
<br />
Doch seine Augen mich gewahren,<br />
Und ich erzähl' mein Wagnis nun,<br />
Ich bat ihn, nichts zu offenbaren,<br />
Und er versprach, es nie zu thun.<br />
<br />
Ich zieh so froh nun meine Wege,<br />
Wie heiter wogte mir die Brust,<br />
Ich dachte, nichts käm' ins Gehege,<br />
Und ahnte nichts als kün ft'ge Lust.<br />
<br />
Mein Großvater er kam geschritten,<br />
An einem Teiche traf ich ihn,<br />
Und ich bestürmte ihn mit Bitten,<br />
Doch ließ er mich nicht fürder ziehn;<br />
<br />
Da ich ihn bat, nichts, nichts zu sagen,<br />
Von Allem, was ich ihm vertraut,<br />
Nicht billigt' er mein kühnes Wagen,<br />
Sein drohend Wort, es tönte laut.<br />
<br />
Er wollte nun mein Leben enden,<br />
Er nahm ein mörderisch Gewehr,<br />
Die Götter wollten's anders wenden,<br />
Und nicht erreicht er sein Begehr.<br />
<br />
In einen Graben musst' er fallen,<br />
Erfreut im Herzen zog ich fort,<br />
Ins ferne Land ja wollt' ich wallen,<br />
In kurzer Zeit nun war ich dort.<br />
<br />
Ich wählt' mir bald die treusten Helden,<br />
Ich war ihr Herr und treuer Freund,<br />
Im Geiste wähnt' ich mein die Welten,<br />
Wenn ich mit ihnen nun vereint.<br />
<br />
Nicht wollt' die Götter ich verehren,<br />
Zum Kreuze kehrte ich zurück;<br />
Wie liebt' ich meine Tapfren, Hehren,<br />
Es strahlte Wonne nur mein Blick.<br />
<br />
Ich war ja frei von allen Banden,<br />
Weit, weit nun von der bösen Stadt. –<br />
Weit nun von den Philister-Landen,<br />
Denn ihrer war ich völlig satt.<br />
<br />
In einem Land von Freien, Gleichen,<br />
Und ich erschuf mir diese Welt,<br />
Ein König herrscht' ich in den Reichen<br />
Und unter Helden größter Held.<br />
<br />
Zum Schlosse sandt' ich einen Boten,<br />
Ich sandte als Spion ihn aus;<br />
Verlassen nicht, ein Haus von Toten,<br />
Nicht sollte sein das Ritterhaus.<br />
<br />
Und ich erging mich in dem Lande,<br />
Des Abends bei des Mondes Schein,<br />
Nach einem Berg mein Schritt sich wandte,<br />
Ein Zauberton zog mich hinein. –<br />
<br />
Drin hört ich wunderbares Tönen,<br />
Im Venusberge sah ich mich,<br />
Ich sah die Herrlichste der Schönen,<br />
Sie liebte bald mich inniglich. –<br />
<br />
Und mich befiel ein sel'ger Schlummer<br />
In einem magisch blauen See,<br />
Dort war nur Lust, u. niemals Kummer<br />
Und ich empfand ein wonnig Weh –<br />
<br />
Nicht blieb ich in der Göttin Armen<br />
Mich triebs zur Oberwelt zurück,<br />
Nicht wollt' ich hier in Lieb erwärmen<br />
Sie weissagt mir von hohem Glück.<br />
<br />
Sie gab mir eines Ritters Kleider,<br />
Und dankbar, freudig zog ich fort,<br />
Es war mein Herz so froh, so heiter,<br />
Es tönt' im Ohr der Göttin Wort.<br />
<br />
Ich hörte schmetternde Trompeten,<br />
Sah meine Freund' als Ritterschar,<br />
Welch Wunder plötzlich wir erspähten,<br />
Ein schwarzes Ross stellt' sich mir dar. –<br />
<br />
Ich säumte nicht mich drauf zu schwingen,<br />
Mir schien, für mich sei es gesandt,<br />
Dass Ruhm darauf ich sollt' erringen,<br />
Zum Schloss nun ward der Zug gewandt,<br />
<br />
Wir reiten nun im milden Mondesscheine<br />
Als hehre Ritter ziehen wir dahin.<br />
Wir reiten durch die traulich grünen Haine,<br />
Auch lustge Elfen sahen bald wir ziehn.<br />
<br />
Wir nahten nun in kurzer Zeit dem Schlosse<br />
Und ziehen in den Burghof freudig ein,<br />
Da ward's so wohl, (mir schien es,) meinem Rosse<br />
Sollt wohl denn ich, sein Herr, ein Andrer sein? –<br />
<br />
Wir Mannen eilten in die hehren Säle,<br />
So frei und froh ward's jedem um die Brust,<br />
»Ja dieses Schloss für uns'ren Sitz ich wähle«<br />
Sprach ich, »hier herrsche Ritters Lust«.<br />
<br />
Wir setzten freudig uns zum reichen Mahle<br />
Erneuern ganz die früh're Reckenzeit,<br />
Wir trinken aus dem kreisenden Pokale,<br />
Zur sel'gen Gegenwart ward die Vergangenheit.<br />
<br />
Mit dieser Schar will neue Sitten ich verkünden,<br />
Beglückt durch uns werd' dieses schöne Land,<br />
Wohl sollen treue Freunde wir nun finden;<br />
Es war ja deutsche Treue stets bekannt.<br />
<br />
Der süßen Ruhe drauf wir Alle pflegten,<br />
Es war schon spät geworden in der Nacht,<br />
Ich ging mich in des Königs Ruhebett zu legen,<br />
In diesem Zimmer strahlt' der Bilder Pracht. –<br />
<br />
Als nun des Thürmers Ruf den neuen Tag verkündet,<br />
Ein Jeglicher gekräftiget erwacht,<br />
Die Sonne steigt mit Wonne heut verbündet,<br />
Ein eig'ner Ton ergriff mein Ohr mit Macht,<br />
<br />
Und ich vernahm so hehre, wundersame Weisen,<br />
Und immer mächt'ger schwoll der Stimmen Klang,<br />
Ich hörte eines Ritters Nahen freudig preisen,<br />
Ihn zieht im See ein Schwan: tönt der Gesang. –<br />
<br />
Nach kurzer Zeit schon ist er in dem Schlosse,<br />
Von Himmels Höhen scheint er uns gesandt,<br />
Empfangen von der Mannen mächt'gem Trosse<br />
Hat er den Schritt in uns'ren Saal gewandt.<br />
<br />
Und da erkannten wir beim ersten Blicke,<br />
Dass Er der wahre Herrscher sollte sein,<br />
O freudigstes, o schönstes der Geschicke,<br />
In Dir, Ersehnter, Alle wir uns weihn! –<br />
<br />
Er sprach: »Vom Himmel selbst bin ich zu Euch gesendet,<br />
»Zu Eurem Herrscher hat mich G*tt ernannt,«<br />
»Durch mich wird alles Böse weggewendet,«<br />
»Jedoch mein Name werd' Euch nie bekannt.«<br />
<br />
»Ihr sollet darum niemals mich befragen«<br />
»Sonst muss trotz Flehens ich von hinnen ziehn,«<br />
»Und Euer Glück muss ich von dannen tragen,«<br />
»Mit mir geht jeder Trost für Euch dahin.«<br />
<br />
Wir drauf. »Nie soll der Morgen Tagen,«<br />
»An dem die Frage will dem Mund entfliehn,«<br />
»Wir lieben dich und werden uns dir neigen«<br />
»Den Namen deck' ein ewiges Verschweigen!«]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Selbst ein Kronprinz und König kann (umgeben von einem fanatischen chr**stlichen Umfeld) seine inneren Überzeugungen nicht im Außen leben. Ludwig II. faßte diesen Widerspruch (aus innerem Sehnen und äußerer politischer Realität bis hin zu den Morddrohungen gegen ihn) in einem Gedicht zusammen. An diesen Zeilen saß Kronprinz Ludwig 6 Wochen! Und in diesem Gedicht spiegelt sich die gesamte Lebensphilosophie von Ludwig wider. Eine Woche nach Vollendung dieses Gedichts war Ludwig II. König von Bayern!<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://forum.alter-weg.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a class="attachembed" href="attachment.php?aid=7888" target="_blank" title="">Kronprinz Ludwig.jpg</a> (Größe: 83,82 KB / Downloads: 417)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kronprinz Ludwig</span><br />
<br />
Auf Hohenschwangaus hehren Zinnen<br />
Stand ich, und schaute in das Land,<br />
O könntest Du es Dir gewinnen,<br />
(Dacht ich) mit starker Ritterhand,<br />
<br />
Wollt ichs behaupten und es schützen.<br />
Es winkt mir die Gelegenheit,<br />
Den Augenblick ich will ihn nützen,<br />
Jetzt nahet die willkommne Zeit.<br />
<br />
Zur Reise alle sich bereiten,<br />
Zu kehren in die Stadt zurück,<br />
Dort harren meiner nichts als Leiden,<br />
(Dacht ich), mir winkt ein andres Glück.<br />
<br />
Das Chr*stentum muss ich verachten,<br />
Ich wähle mir das Heidenthum,<br />
Nach ihm nur sollen alle trachten,<br />
Dort nur lebt Ehre noch und Ruhm.<br />
<br />
»Dem Kreuze wend' ich keck den Rücken«,<br />
»Die Heidengötter ruf ich an«,<br />
»Sie können einzig mich beglücken«,<br />
»Es fasste mich ein sel'ger Wahn«,<br />
<br />
Die Kön'gin drob begann zu trauern,<br />
Verloren glaubt sie all mein Heil;<br />
Mein Herz weiß nichts von Schmerzensschauern,<br />
Doch ihres traf ein scharfer Pfeil.<br />
<br />
Das Schloss verlassen wir zu Wagen,<br />
Und fahren nun den Berg hinab,<br />
Ich spring' vom Bocke ohne Zagen,<br />
Ein G*tt mir den Gedanken gab.<br />
<br />
Die Andern merkten nicht mein Fliehen,<br />
Schnell, schnell enteilt' ich in den Wald,<br />
Um in ein fernes Land zu ziehen,<br />
Am Fürstenwege stand ich bald. –<br />
<br />
Mein Oheim kam des Wegs gezogen,<br />
Ich lege schnell zur Seite mich,<br />
Mir stürmt es in der Brust wie Wogen,<br />
Ihr Götter, wie erbebte ich! –<br />
<br />
Doch seine Augen mich gewahren,<br />
Und ich erzähl' mein Wagnis nun,<br />
Ich bat ihn, nichts zu offenbaren,<br />
Und er versprach, es nie zu thun.<br />
<br />
Ich zieh so froh nun meine Wege,<br />
Wie heiter wogte mir die Brust,<br />
Ich dachte, nichts käm' ins Gehege,<br />
Und ahnte nichts als kün ft'ge Lust.<br />
<br />
Mein Großvater er kam geschritten,<br />
An einem Teiche traf ich ihn,<br />
Und ich bestürmte ihn mit Bitten,<br />
Doch ließ er mich nicht fürder ziehn;<br />
<br />
Da ich ihn bat, nichts, nichts zu sagen,<br />
Von Allem, was ich ihm vertraut,<br />
Nicht billigt' er mein kühnes Wagen,<br />
Sein drohend Wort, es tönte laut.<br />
<br />
Er wollte nun mein Leben enden,<br />
Er nahm ein mörderisch Gewehr,<br />
Die Götter wollten's anders wenden,<br />
Und nicht erreicht er sein Begehr.<br />
<br />
In einen Graben musst' er fallen,<br />
Erfreut im Herzen zog ich fort,<br />
Ins ferne Land ja wollt' ich wallen,<br />
In kurzer Zeit nun war ich dort.<br />
<br />
Ich wählt' mir bald die treusten Helden,<br />
Ich war ihr Herr und treuer Freund,<br />
Im Geiste wähnt' ich mein die Welten,<br />
Wenn ich mit ihnen nun vereint.<br />
<br />
Nicht wollt' die Götter ich verehren,<br />
Zum Kreuze kehrte ich zurück;<br />
Wie liebt' ich meine Tapfren, Hehren,<br />
Es strahlte Wonne nur mein Blick.<br />
<br />
Ich war ja frei von allen Banden,<br />
Weit, weit nun von der bösen Stadt. –<br />
Weit nun von den Philister-Landen,<br />
Denn ihrer war ich völlig satt.<br />
<br />
In einem Land von Freien, Gleichen,<br />
Und ich erschuf mir diese Welt,<br />
Ein König herrscht' ich in den Reichen<br />
Und unter Helden größter Held.<br />
<br />
Zum Schlosse sandt' ich einen Boten,<br />
Ich sandte als Spion ihn aus;<br />
Verlassen nicht, ein Haus von Toten,<br />
Nicht sollte sein das Ritterhaus.<br />
<br />
Und ich erging mich in dem Lande,<br />
Des Abends bei des Mondes Schein,<br />
Nach einem Berg mein Schritt sich wandte,<br />
Ein Zauberton zog mich hinein. –<br />
<br />
Drin hört ich wunderbares Tönen,<br />
Im Venusberge sah ich mich,<br />
Ich sah die Herrlichste der Schönen,<br />
Sie liebte bald mich inniglich. –<br />
<br />
Und mich befiel ein sel'ger Schlummer<br />
In einem magisch blauen See,<br />
Dort war nur Lust, u. niemals Kummer<br />
Und ich empfand ein wonnig Weh –<br />
<br />
Nicht blieb ich in der Göttin Armen<br />
Mich triebs zur Oberwelt zurück,<br />
Nicht wollt' ich hier in Lieb erwärmen<br />
Sie weissagt mir von hohem Glück.<br />
<br />
Sie gab mir eines Ritters Kleider,<br />
Und dankbar, freudig zog ich fort,<br />
Es war mein Herz so froh, so heiter,<br />
Es tönt' im Ohr der Göttin Wort.<br />
<br />
Ich hörte schmetternde Trompeten,<br />
Sah meine Freund' als Ritterschar,<br />
Welch Wunder plötzlich wir erspähten,<br />
Ein schwarzes Ross stellt' sich mir dar. –<br />
<br />
Ich säumte nicht mich drauf zu schwingen,<br />
Mir schien, für mich sei es gesandt,<br />
Dass Ruhm darauf ich sollt' erringen,<br />
Zum Schloss nun ward der Zug gewandt,<br />
<br />
Wir reiten nun im milden Mondesscheine<br />
Als hehre Ritter ziehen wir dahin.<br />
Wir reiten durch die traulich grünen Haine,<br />
Auch lustge Elfen sahen bald wir ziehn.<br />
<br />
Wir nahten nun in kurzer Zeit dem Schlosse<br />
Und ziehen in den Burghof freudig ein,<br />
Da ward's so wohl, (mir schien es,) meinem Rosse<br />
Sollt wohl denn ich, sein Herr, ein Andrer sein? –<br />
<br />
Wir Mannen eilten in die hehren Säle,<br />
So frei und froh ward's jedem um die Brust,<br />
»Ja dieses Schloss für uns'ren Sitz ich wähle«<br />
Sprach ich, »hier herrsche Ritters Lust«.<br />
<br />
Wir setzten freudig uns zum reichen Mahle<br />
Erneuern ganz die früh're Reckenzeit,<br />
Wir trinken aus dem kreisenden Pokale,<br />
Zur sel'gen Gegenwart ward die Vergangenheit.<br />
<br />
Mit dieser Schar will neue Sitten ich verkünden,<br />
Beglückt durch uns werd' dieses schöne Land,<br />
Wohl sollen treue Freunde wir nun finden;<br />
Es war ja deutsche Treue stets bekannt.<br />
<br />
Der süßen Ruhe drauf wir Alle pflegten,<br />
Es war schon spät geworden in der Nacht,<br />
Ich ging mich in des Königs Ruhebett zu legen,<br />
In diesem Zimmer strahlt' der Bilder Pracht. –<br />
<br />
Als nun des Thürmers Ruf den neuen Tag verkündet,<br />
Ein Jeglicher gekräftiget erwacht,<br />
Die Sonne steigt mit Wonne heut verbündet,<br />
Ein eig'ner Ton ergriff mein Ohr mit Macht,<br />
<br />
Und ich vernahm so hehre, wundersame Weisen,<br />
Und immer mächt'ger schwoll der Stimmen Klang,<br />
Ich hörte eines Ritters Nahen freudig preisen,<br />
Ihn zieht im See ein Schwan: tönt der Gesang. –<br />
<br />
Nach kurzer Zeit schon ist er in dem Schlosse,<br />
Von Himmels Höhen scheint er uns gesandt,<br />
Empfangen von der Mannen mächt'gem Trosse<br />
Hat er den Schritt in uns'ren Saal gewandt.<br />
<br />
Und da erkannten wir beim ersten Blicke,<br />
Dass Er der wahre Herrscher sollte sein,<br />
O freudigstes, o schönstes der Geschicke,<br />
In Dir, Ersehnter, Alle wir uns weihn! –<br />
<br />
Er sprach: »Vom Himmel selbst bin ich zu Euch gesendet,<br />
»Zu Eurem Herrscher hat mich G*tt ernannt,«<br />
»Durch mich wird alles Böse weggewendet,«<br />
»Jedoch mein Name werd' Euch nie bekannt.«<br />
<br />
»Ihr sollet darum niemals mich befragen«<br />
»Sonst muss trotz Flehens ich von hinnen ziehn,«<br />
»Und Euer Glück muss ich von dannen tragen,«<br />
»Mit mir geht jeder Trost für Euch dahin.«<br />
<br />
Wir drauf. »Nie soll der Morgen Tagen,«<br />
»An dem die Frage will dem Mund entfliehn,«<br />
»Wir lieben dich und werden uns dir neigen«<br />
»Den Namen deck' ein ewiges Verschweigen!«]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die nackte Wahrheit]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5521.html</link>
			<pubDate>Sat, 09 May 2020 20:40:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=134">Wilder Mann</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5521.html</guid>
			<description><![CDATA[Eines Tages treffen sich die Wahrheit und die Lüge.<br />
<br />
Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Heute ist ein wunderschöner Tag!“ <br />
Die Wahrheit schaut zum Himmel: „Ja, tatsächlich, er ist wirklich wunderschön.“ <br />
<br />
Die beiden gehen eine Zeit lang nebeneinander her und kommen schließlich zu einem Brunnen. Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Das Wasser ist sehr klar, lass uns zusammen ein Bad nehmen!“ <br />
Beide ziehen sich aus und baden. Doch plötzlich springt die Lüge aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und läuft in ihnen davon. <br />
<br />
Die Wahrheit steigt nackt aus dem Brunnen und sucht die verkleidete Lüge überall. <br />
<br />
Doch die Menschen, denen sie begegnet, wenden verächtlich den Blick ab, denn niemand will die nackte Wahrheit sehen. <br />
<br />
Seitdem reist die Lüge als Wahrheit verkleidet durch die Welt, und nur wenige wagen es, ihr bloßlegend die Kleider vom Leibe zu reißen.<br />
<br />
(unbekannter Autor)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eines Tages treffen sich die Wahrheit und die Lüge.<br />
<br />
Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Heute ist ein wunderschöner Tag!“ <br />
Die Wahrheit schaut zum Himmel: „Ja, tatsächlich, er ist wirklich wunderschön.“ <br />
<br />
Die beiden gehen eine Zeit lang nebeneinander her und kommen schließlich zu einem Brunnen. Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Das Wasser ist sehr klar, lass uns zusammen ein Bad nehmen!“ <br />
Beide ziehen sich aus und baden. Doch plötzlich springt die Lüge aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und läuft in ihnen davon. <br />
<br />
Die Wahrheit steigt nackt aus dem Brunnen und sucht die verkleidete Lüge überall. <br />
<br />
Doch die Menschen, denen sie begegnet, wenden verächtlich den Blick ab, denn niemand will die nackte Wahrheit sehen. <br />
<br />
Seitdem reist die Lüge als Wahrheit verkleidet durch die Welt, und nur wenige wagen es, ihr bloßlegend die Kleider vom Leibe zu reißen.<br />
<br />
(unbekannter Autor)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Even this shall pass]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5419.html</link>
			<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 15:30:50 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=0">Novalis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5419.html</guid>
			<description><![CDATA[Once in Persia reigned a king,<br />
Who upon his signet ring<br />
Graved a maxim true and wise,<br />
Which, if held before his eyes,<br />
Gave him counsel at a glance<br />
Fit for every change and chance.<br />
Solemn words, and these are they;<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
Trains of camels through the sand<br />
Brought him gems from Samarcand;<br />
Fleets of galleys through the seas<br />
Brought him pearls to match with these;<br />
But he counted not his gain<br />
Treasures of the mine or main;<br />
“What is wealth?” the king would say;<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
‘Mid the revels of his court,<br />
At the zenith of his sport,<br />
When the palms of all his guests<br />
Burned with clapping at his jests,<br />
He, amid his figs and wine,<br />
Cried, “O loving friends of mine;<br />
Pleasures come, but do not stay;<br />
‘Even this shall pass away.’”<br />
<br />
Lady, fairest ever seen,<br />
Was the bride he crowned the queen.<br />
Pillowed on his marriage bed,<br />
Softly to his soul he said:<br />
“Though no bridegroom ever pressed<br />
Fairer bossom to his breast,<br />
Mortal flesh must come to clay –<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Fighting on a furious field,<br />
Once a javelin pierced his shield;<br />
Soldiers, with a loud lament,<br />
Bore him bleeding to his tent.<br />
Groaning from his tortured side,<br />
“Pain is hard to bear,” he cried;<br />
“But with patience, day by day,<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Towering in the public square,<br />
Twenty cubits in the air,<br />
Rose his statue, carved in stone.<br />
Then the king, disguised, unknown,<br />
Stood before his sculptured name,<br />
Musing meekly: “What is fame?<br />
Fame is but a slow decay;<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Struck with palsy, sore and old,<br />
Waiting at the Gates of Gold,<br />
Said he with his dying breath,<br />
“Life is done, but what is Death?”<br />
Then, in answer to the king,<br />
Fell a sunbeam on his ring,<br />
Showing by a heavenly ray,<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
–Theodore Tilton]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Once in Persia reigned a king,<br />
Who upon his signet ring<br />
Graved a maxim true and wise,<br />
Which, if held before his eyes,<br />
Gave him counsel at a glance<br />
Fit for every change and chance.<br />
Solemn words, and these are they;<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
Trains of camels through the sand<br />
Brought him gems from Samarcand;<br />
Fleets of galleys through the seas<br />
Brought him pearls to match with these;<br />
But he counted not his gain<br />
Treasures of the mine or main;<br />
“What is wealth?” the king would say;<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
‘Mid the revels of his court,<br />
At the zenith of his sport,<br />
When the palms of all his guests<br />
Burned with clapping at his jests,<br />
He, amid his figs and wine,<br />
Cried, “O loving friends of mine;<br />
Pleasures come, but do not stay;<br />
‘Even this shall pass away.’”<br />
<br />
Lady, fairest ever seen,<br />
Was the bride he crowned the queen.<br />
Pillowed on his marriage bed,<br />
Softly to his soul he said:<br />
“Though no bridegroom ever pressed<br />
Fairer bossom to his breast,<br />
Mortal flesh must come to clay –<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Fighting on a furious field,<br />
Once a javelin pierced his shield;<br />
Soldiers, with a loud lament,<br />
Bore him bleeding to his tent.<br />
Groaning from his tortured side,<br />
“Pain is hard to bear,” he cried;<br />
“But with patience, day by day,<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Towering in the public square,<br />
Twenty cubits in the air,<br />
Rose his statue, carved in stone.<br />
Then the king, disguised, unknown,<br />
Stood before his sculptured name,<br />
Musing meekly: “What is fame?<br />
Fame is but a slow decay;<br />
Even this shall pass away.”<br />
<br />
Struck with palsy, sore and old,<br />
Waiting at the Gates of Gold,<br />
Said he with his dying breath,<br />
“Life is done, but what is Death?”<br />
Then, in answer to the king,<br />
Fell a sunbeam on his ring,<br />
Showing by a heavenly ray,<br />
“Even this shall pass away.”<br />
<br />
–Theodore Tilton]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Philosophische Zitate]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5391.html</link>
			<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 09:55:04 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=0">Novalis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.alter-weg.de/thread-5391.html</guid>
			<description><![CDATA[Hier eine Sammlung philosophischer Zitate. Ohne spezielle Reihenfolge, einfach Texte, die zur Innenschau anregen. Das ist für mich der eigentliche Sinn der Philosophie - das Denken zu überwinden.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>On the face of it, there is something rather strange about human psychology. Human beings live in a state of mind called 'sanity' on a small planet in space. They are not quite sure whether the space around them is infinite or not (either way it is unthinkable). If they think about time, they find it inconceivable that it had a beginning. It is also inconceivable that it did not have a beginning. Thoughts of this kind are not disturbing to 'sanity', which is obviously a remarkable phenomenon and deserving more recognition.<br />
<br />
The perception that existence exists invalidates the normal personality, as does the imminence of death.<br />
Now if you see that it is inconceivable that anything should exist, it is evident that at least one inconceivable fact is there. That is to say, that which exists is not limited to the conceivable. Since the inconceivable is there, it is impossible to set any limit to the quantity of inconceivableness which may be present in the situation. Now were the existence of anything consistently to remind you of the fact of inconceivability, since it is impossible to live without interacting with a large number of existing things, it would be impossible for you to feel in the same way about the conceivable.<br />
<br />
Now if anyone were reminded about the inconceivable by the fact of existence at all constantly, he would sooner or later have the perception that there may be inconceivable considerations which are inconceivably more important than any conceivable consideration could be.<br />
<br />
Now if you do have a perception that any conceivable consideration may be utterly invalidated by some other consideration which you do not know, and if you are reminded of this perception constantly by the fact that things exist, certain modifications take place in the way you feel about things. These modifications have not taken place in the psychology of most people.<br />
<br />
The starting point is that one is interested in the universe, one observes that one is finite and that this is intolerable. One has a limited time and apparently limited capacity with which to find anything out. Therefore it is possible to despair. There are many orders of despair, and none of them are known to normal psychology. This is demonstrated by the fact that it has not become existential. Normal psychology will never devalue anything. Existential psychology, at least to a certain point, consists of exploiting the recoil from the despair of finiteness. The recoil is a drive with at least the instinctive immediacy of the survival instinct. There is no point in saying, 'What is there to do? What could such a drive possibly tend towards?'. The survival instinct tends to prolong life. The fundamental drive tends to inform itself about the universe.<br />
<br />
- Celia Green</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hier eine Sammlung philosophischer Zitate. Ohne spezielle Reihenfolge, einfach Texte, die zur Innenschau anregen. Das ist für mich der eigentliche Sinn der Philosophie - das Denken zu überwinden.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>On the face of it, there is something rather strange about human psychology. Human beings live in a state of mind called 'sanity' on a small planet in space. They are not quite sure whether the space around them is infinite or not (either way it is unthinkable). If they think about time, they find it inconceivable that it had a beginning. It is also inconceivable that it did not have a beginning. Thoughts of this kind are not disturbing to 'sanity', which is obviously a remarkable phenomenon and deserving more recognition.<br />
<br />
The perception that existence exists invalidates the normal personality, as does the imminence of death.<br />
Now if you see that it is inconceivable that anything should exist, it is evident that at least one inconceivable fact is there. That is to say, that which exists is not limited to the conceivable. Since the inconceivable is there, it is impossible to set any limit to the quantity of inconceivableness which may be present in the situation. Now were the existence of anything consistently to remind you of the fact of inconceivability, since it is impossible to live without interacting with a large number of existing things, it would be impossible for you to feel in the same way about the conceivable.<br />
<br />
Now if anyone were reminded about the inconceivable by the fact of existence at all constantly, he would sooner or later have the perception that there may be inconceivable considerations which are inconceivably more important than any conceivable consideration could be.<br />
<br />
Now if you do have a perception that any conceivable consideration may be utterly invalidated by some other consideration which you do not know, and if you are reminded of this perception constantly by the fact that things exist, certain modifications take place in the way you feel about things. These modifications have not taken place in the psychology of most people.<br />
<br />
The starting point is that one is interested in the universe, one observes that one is finite and that this is intolerable. One has a limited time and apparently limited capacity with which to find anything out. Therefore it is possible to despair. There are many orders of despair, and none of them are known to normal psychology. This is demonstrated by the fact that it has not become existential. Normal psychology will never devalue anything. Existential psychology, at least to a certain point, consists of exploiting the recoil from the despair of finiteness. The recoil is a drive with at least the instinctive immediacy of the survival instinct. There is no point in saying, 'What is there to do? What could such a drive possibly tend towards?'. The survival instinct tends to prolong life. The fundamental drive tends to inform itself about the universe.<br />
<br />
- Celia Green</blockquote>
]]></content:encoded>
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			<title><![CDATA[Ein Doktor]]></title>
			<link>https://forum.alter-weg.de/thread-5385.html</link>
			<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 08:52:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.alter-weg.de/member.php?action=profile&uid=0">Novalis</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Ein Doktor ist ein Mann, der Drogen verordnet, von denen er wenig weiß, und diese einem Organismus gibt, von dem er noch weniger kennt.<br />
<br />
- Voltaire]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Doktor ist ein Mann, der Drogen verordnet, von denen er wenig weiß, und diese einem Organismus gibt, von dem er noch weniger kennt.<br />
<br />
- Voltaire]]></content:encoded>
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