20.03.12026, 23:59
Da kommt mir die Galle hoch – dieses bekannte Sprichwort bringt auf den Punkt, was Menschen tatsächlich erleben: Wenn wir uns häufig aufregen, unter Stress stehen oder über längere Zeit sehr reichhaltig und fettig essen, kann unser Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht geraten.
Ein brennendes Gefühl hinter der Brust, das bis in den Hals aufsteigt. Ein Klos im Hals, saures Aufstoßen, ein unangenehmer Geschmack im Mund oder ein Druckgefühl im Oberbauch – all das sind typische Anzeichen für Sodbrennen.
Interessant ist, dass die unterschiedlichsten Quellen behaupten, dass bei Sodbrennen nicht die Galle, sondern die Magensäure den Weg zurück in die Speiseröhre findet. Das stimmt auch soweit. Aber anders als die Schulmedizin behauptet, hat man kein Überfluss an Magensäure, sondern meistens zu wenig davon, was überhaupt den sogenannten Reflux auslöst und die wenige Magensäure nach oben steigen lässt.
Die Schulmedizin versucht dann den angeblichen "Überfluss" zu neutralisieren oder mit Säureblockern zu unterdrücken. Fatal, denn damit unterdrückt man etwas, was eh schon wenig vorhanden ist.
Durch anhaltenden Stress oder eine unausgewogene Ernährung können Leber und Galle in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Die Folge ist ein Abbau wichtiger Enzyme und Bakterien, wodurch der Körper mit der Zeit immer weniger Magensäure produziert.
Stellt der Körper dann zu wenig Magensäure bereit, kann er die Nahrung im Magen nicht zerlegen. Das führt dann dazu, dass die Nahrung länger im Magen verweilt als üblich, es entstehen Gärprozesse und Druck im Oberbauch, die letztlich das saure Aufstoßen verursachen.
Sodbrennen entsteht also durch:
- seelische Belastung und Stress
- zu fettige und zuckerreiche Ernährung
Weiter Auslöser können die Symptome zudem verstärken:
- Pfeffer, Knoblauch, rohe Zwiebeln, Paprika, Chili und andere scharfe Lebensmittel
- Pfefferminze
- Zitrusfrüchte und Orangensaft
- Kaffee oder kohlensäurehaltige Getränke
- zu heiße oder zu kalte Speisen
- hastiges Essen
- Übergewicht (erzeugt mehr Druck auf den Magen)
- Lebensmittelvergiftungen (Salmonellen)
Was hilft nun bei Sodbrennen bzw. einer geschwächten Leber und Galle?
Heilpflanzen mit stark beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften, wie z. B.
- Muskatellersalbei (Lippenblüter)
- Türkischer Drachenkopf (Lippenblüter)
- Süßholzwurzel
Oxymel kann morgens auf nüchternen Magen die Verdauung anregen und dabei helfen, die Magensäure zu regulieren.
Bitterstoffe vor den Mahlzeiten. Täglich ca. 15 Minuten vor dem Mittag- und Abendessen Bittertropfen oder Bitterpulver einnehmen, um die Produktion die Verdauungssäfte anzuregen.
Anis-, Kümmel- und Fenchel als Teemischung oder Tropfen lindert bestehende Symptome.
Banane, Kartoffeln oder Zwieback können überschüssige Säure vorübergehend binden.
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